Karben.
Die Rechnung ist aufgegangen: Der 24‑Stunden-Mini-Supermarkt in Roggau wird gut angenommen. Sonntags noch rasch einen Salat einkaufen, das geht ebenso wie abends spät eine neue Zahnbürste anschaffen.
Seit gut einem Monat ist die Nahkauf-Fuchs-Box von Rewe Fuchs in Burg-Gräfenrode an der Berliner Straße geöffnet. Die erste Bilanz von Inhaber Michael Fuchs fällt positiv aus. „Der Laden wird gut angenommen“, berichtet der Kaufmann. Er habe bisher viele positive Rückmeldungen bekommen und sei mit dem Umsatz zufrieden. „Die Umsätze sind größer als gedacht.“
Es sei zu spüren, dass Burg-Gräfenrode endlich wieder einen Nahversorger hat. Rasch können Dinge für den täglichen Bedarf gekauft werden. Das funktioniert dank des Ladenkonzepts, das ohne Personal auskommt. Dort, wo früher eine Halle für Busse war, gibt es jetzt den Mini-Supermarkt. Hier ist alles für den Grundbedarf und den schnellen Gebrauch zu finden. Etwa 1050 Artikel sind auf den 67 Quadratmetern erhältlich. Aus Platzgründen sind keine fünf verschiedenen Markensorten von einem Produkt in den Regalen und Truhen eingeräumt. Dabei werde darauf geachtet, den Kunden ein abwechslungsreiches Sortiment zu bieten, erklärte Lea Zang Anfang September, als der Mini-Supermarkt eingerichtet wurde. Sie ist als Verwaltungskraft für den Markt zuständig.
Alles für den Grundbedarf
Das Sortiment ist auf alle Altersgruppen abgestimmt. Gegenüber vom Eingang steht ein offenes Kühlregal. Dort befinden sich Salate, Beeren und Sandwiches. Rechts ist Obst und Gemüse aufgestellt. Diese sind schon mit einem Barcode versehen und portioniert, da es im Laden keine Waage gibt.
Neben dem Obst und Gemüse befindet sich das Trockensortiment: Brot, Milchprodukte, Müsli, Kaffee und Tee. Danach folgt das Regal mit den Chips und auf der anderen Seite befinden sich die Süßigkeiten. Geht der Kunde die U-Form des Ladens weiter, befinden sich an der kurzen Seite die Getränke. Dort gibt es Säfte, Wasser, Fanta, Cola, Schweppes und weitere Getränke wie Energydrinks. Daneben ist ein Kühlschrank positioniert, in dem Getränke stehen.
Herausforderungen beim Auffüllen
Links in der Ecke werden Drogerieprodukte wie Zahnbürsten, Rasierer, Toilettenpapier und Hygieneartikel angeboten. Es gibt auch Windeln und Babynahrung. Auf dem Weg zurück Richtung Eingang, mit den Getränken im Rücken, stehen links Konserven, Backartikel und Nudeln. Rechts sind Kühlregale aufgestellt. An zwei Selbstscanner-Kassen wird die Rechnung gemacht.
Eine Herausforderung stellt derzeit das Auffüllen der Regale dar. „Wir kommen hinterher, aber es ist sehr aufwendig“, sagt Michael Fuchs. Vor allem am Wochenende seien die Mitarbeiter gefordert: Samstags werden die Regale im Mini-Supermarkt einmal und sonntags zweimal aufgefüllt. Was die Top㈠artikel und das Grundsortiment wie Eier, Butter oder Energydrinks angeht, sei nach einem Monat klar, in welcher Größenordnung bestellt werden müsse. Bei anderen Produkten gelte es, weitere Erfahrungen zu sammeln.
Besonders am Nachmittag und am Abend sei der Laden gut frequentiert. Nachts sei es vergleichsweise ruhig. Der stärkste Tag sei der Sonntag. „Den Sonntag hätte ich nicht so stark erwartet, aber das ist sehr gut“, sagt Fuchs. Auch am ersten Feiertag nach der Eröffnung, dem Tag der Deutschen Einheit, als die regulären Läden geschlossen waren, hätten viele Kunden den Mini-Supermarkt genutzt. Bezahlt wird mit der EC‑Karte. Gutscheinkarten könnten nicht eingelöst werden, auch das Sammeln der beliebten Rewe-Bonuspunkte funktioniere in der Nahkauf-Fuchs-Box nicht. Dass die eine oder andere EC-Karte beim Bezahlen nicht angenommen wird, ist Fuchs bekannt. Dafür suchen der Einzelhändler und sein Team nach Lösungen. Inzwischen habe sich eingependelt, dass morgens häufig einer seiner Mitarbeiter vor Ort anzutreffen ist.

