„Büchereien sind Orte für alle“

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Die Karbener Stadtbücherei hat Bücher für Jung und Alt im Angebot.

Karben. Gemeinsam lernen, in Ruhe arbeiten, ungezwungen lesen lernen – die Karbener Stadtbücherei ermöglicht vieles. Am heutigen Tag der Bibliotheken blicken wir mit der Büchereileiterin Antonia Berberich auf die Bedeutung der Karbener Stadtbücherei für die Menschen in der Stadt und ihr Angebot für Jung und Alt.

Braucht es in Zeiten von E-Books und KI überhaupt noch Büchereien? Auf jeden Fall. Denn sie sind nicht nur Orte, wo Studenten und Rentner Bücher ausleihen. „Büchereien bieten Orientierung in einer komplexen Welt“, macht Antonia Berberich deutlich. Sie leitet die Karbener Stadtbücherei und spricht zum heutigen Tag der Bibliotheken über die Aufgaben von Büchereien und die Angebote in Karben.

Sozialer Aspekt schwingt mit

„Büchereien sind Orte für alle“, sagt Berberich. Das zeigt sich in Karben besonders durch die Menschen, die die Stadtbücherei nutzen: Schüler und Studenten kommen zum Lernen und für Projekte, Erwachsene arbeiten statt im klassischen „Homeoffice“ in der Bücherei, Kinder lernen dort das Lesen. Jung und Alt finden in den Räumen Bücher, Zeitschriften, Spiele. Jeder ist – unabhängig von seinem Einkommen und seiner persönlichen Geschichte – willkommen. Der soziale Aspekt schwingt also immer mit. Denn das Team der Stadtbücherei hilft und unterstützt, auch bei der Einrichtung von Endgeräten, sagt Berberich.

Ein besonders großes Angebot hat die Stadtbücherei für Kinder. „Wir bieten Leseförderung an.“ Das bedeutet, ein Lesehund kommt in die Stadtbücherei, und die Kinder lesen dem Hund vor. „Wir merken, dass die Kinder Lesefreude entwickeln. Sie sind auch traurig, wenn sie nicht mehr kommen müssen“, sagt Berberich. Mit Bilderbuchkinos und der Mittwochsgeschichte lockt das Team Kinder in die Stadtbücherei, und für Kindergärten gibt es Führungen. „Es gibt Kitas, die kommen jeden Monat vorbei“, freut sich Berberich. Für die nächste Mittwochsgeschichte am 28. Oktober plant das Büchereiteam etwas Besonderes: Ein Schattentheater soll die Kinder passend zu Halloween verzaubern.

Workshops für jedes Alter

Jugendliche und Erwachsene kommen aber genauso auf ihre Kosten. „Wir bieten Workshops für alle Altersgruppen an.“ ㈠Dazu zählt unter anderem das Adventskranzbasteln für Erwachsene. In diesem Jahr findet es am Samstag, dem 28. November, statt. „Der ganze Tisch ist voll mit Zweigen“, beschreibt Berberich die Aktion. Die Teilnehmenden sind meist zwischen 20 und 50 Jahre alt und helfen sich gegenseitig, geben Tipps und Ideen. Diese Gemeinschaft – teilweise auch über Sprachbarrieren hinweg – zeigt: „Wir bieten einen Raum, der alle verbindet.“

Neu in diesem Jahr ist ein Angebot speziell für Jugendliche: „Brain-Storm“. Die Themenreihe wurde vom Jukuz, der Stadtbücherei, der Schulsozialarbeit und der Stadt initiiert. In der Bücherei findet dabei der Rap-Workshop statt. An drei Tagen können Jugendliche ihre Gedanken und Gefühle in Rap-Texte verwandeln. Zwei Tage schreiben sie in der Stadtbücherei, am dritten geht es in ein Tonstudio nach Frankfurt und Berberich kommt auch mit. „Ich freue mich auf den Workshop. Das ist was Neues, was wir noch nicht gemacht haben.“ Noch gibt es freie Plätze für den kostenfreien Workshop, die Anmeldung erfolgt über die Webseite der Stadt.

All dies zeigt, dass Büchereien eine wichtige Funktion haben: „Wir bauen die Zukunft auf.“ Denn nicht jeder habe einen Zugang, die notwendigen Geräte oder auch die finanziellen Mittel, um sich jedmögliches Buch zu kaufen oder auf KI zuzugreifen oder in Ruhe zu arbeiten. „Die Bücherei ist ein schöner Ort, wo jeder hinkommen kann“, sagt Berberich. Viele Schüler kommen, um hier nachmittags zu lernen. „Ich finde das total schön. Es zeigt, dass es gebraucht wird.“ Und die Stadtbücherei hat noch eine wichtige Sache zu bieten, gerade mit Blick auf KI: „Hier gibt es fundiertes Wissen.“

Tag der Bibliotheken

Am 25. Oktober war der Tag der Bibliotheken. Für Büchereileiterin Berberich ein Tag, der Wertschätzung ausstrahlt und auch auf die vielen Angebote der Karbener Stadtbücherei hinweist. Eine spezielle Aktion wird es in diesem Jahr nicht geben, da das Kürbisschnitzen aufgrund von Halloween stattfindet. Aber etwas Kleines hat das Team dennoch vorbereitet: Im Eingangsbereich wird ein Plakat hängen, das Lea Führ gestaltet hat. Da㈠rauf können die Besucherinnen und Besucher ihr Lieblingsbuch notieren und dazuschreiben, was sie an dem Buch besonders bewegt hat. So kann sich jeder inspirieren lassen und vielleicht ein neues Buch oder Genre für sich entdecken.


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