Karben hat fünf Ortsvorsteher und zwei Ortsvorsteherinnen, die wir in einer Sommerserie vorstellen möchten. In ihren Ortsteilen und auch darüber hinaus sind sie bekannt. Aber was ist ihre Motivation? Was wollen sie erreichen? Hier erscheinen ihre Porträts, in denen diese und weitere Fragen beantwortet werden. Groß-Karbens Ortsvorsteher Dieter Pickel-Taron gibt heute Einblicke.
Karben
„Es tut sich etwas in der Stadt und mit dem Ehrenamt stehe ich dahinter. Die Veränderungen in den nächsten Jahren kann ich nur unterstützen.“ Als Ortsvorsteher möchte Dieter Pickel-Taron seinen Teil dazu beitragen. Das ist seine Motivation dafür, das politische Ehrenamt auszuführen. Sein Ziel: „Für Groß-Karben das Bestmögliche rausholen.“
Als wichtig für den Stadtteil sieht Pickel-Taron, dass die Ortsdurchfahrt erneuert wird. „Ich habe mich gefreut, dass der dritte Bauabschnitt begonnen hat.“ Regelmäßig besucht er die Baustelle unweit seines Hauses. „Man sieht bei den Bauarbeiten, was in der Erde ist. Und man sieht, dass es nötig war.“
Problem Karbener Weg
Viele Punkte sollten jedoch noch umgesetzt werden, meint Pickel-Taron. „Die Sanierung der Pestalozzistraße kommt 2027 oder 2028.“ Ganz wichtig wäre Pickel-Taron zudem eine Lösung für den Karbener Weg. „Alle müssen mitwirken“, sagt der Ortsvorsteher. Bedeutet: Auch die Anwohner und Fahrer der Elterntaxis müssen in das Problem an der Kurt-Schumacher-Schule miteinbezogen werden. Auch die Sanierung zweier Spielplätze liegt Pickel-Taron noch am Herzen.
Und dann kommt er auf sein Hauptanliegen zu sprechen. Ein Punkt, den Pickel-Taron bereits im vergangenen Jahr, als er als Ortsvorsteher in Groß-Karben begonnen hat, immer wieder betont hat. „Mein Hauptanliegen ist, dass alle Grundstückseigentümer ihrer Pflicht nachkommen.“ Es geht Pickel-Taron speziell um die Kehrarbeiten auf den Bürgersteigen, das Schneiden von Hecken und allen ähnlichen Arbeiten, zu denen die Grundstückseigentümer verpflichtet sind. „Das zählt alles zum Allgemeinbild des Ortes.“ Um auf die entsprechende Satzung hinzuweisen, habe die Stadt mit den Grundsteuerbescheiden ein Infoblatt verschickt. „Bis heute hat sich nicht viel geändert“, moniert Pickel-Taron. „Das Pflichtbewusstsein ist nicht mehr, wie es mal war.“
Und doch ist Groß-Karben für Pickel-Taron der schönste Karbener Stadtteil. „Keiner hat, was wir haben“, sagt der Ortsvorsteher. Zwei Schlösser und der alte Ortskern fallen zuerst ein. „Wir haben tolle Vereine. Hier wohnen tolle Leute. Es gibt viel Hilfsbereitschaft“, zählt Pickel-Taron auf.
Genauso mag der Groß-Karbener auch seine Ortsbeiratskollegen. „Es macht Spaß, mit denen zu arbeiten. Wenn das Team so bleibt, kann ich mir vorstellen, noch eine Amtszeit dranzuhängen.“ Aber auch der Spaß an seinem Amt und seine Gesundheit werden ausschlaggebende Faktoren sein, ergänzt Pickel-Taron.
Fan des Groß-Karbener Dorffests
Feste, die der Groß-Karbener Ortsvorsteher nicht verpassen will, gibt es viele. „Ich versuche, auf jedes Fest zu gehen.“ Dabei meint er nicht nur jene in seinem Stadtteil. Pickel-Taron besucht auch gerne den Klein-Kärber Markt, die Weinfeste in Roggau und Groß-Karben oder den Tag der offenen Tür bei den Feuerwehren. Das Dorffest in Groß-Karben gefällt ihm besonders. Ein Dreivierteljahr haben er und die anderen Organisatoren in diesem Jahr darauf hingearbeitet. „Wir haben eine tolle Resonanz bekommen. Ich werde alles tun, dass es wieder stattfindet.“
Dieter Pickel-Taron
Dieter Pickel-Taron lebt seit seiner Geburt in Groß-Karben. Der 62-Jährige ist hier in den Kindergarten und zur Schule gegangen. Seine Lehre zum Metzger absolvierte Pickel-Taron ebenfalls in Groß-Karben. 15 Jahre war der Groß-Karbener in der Fleischwarenindustrie tätig.
Vor knapp 28 Jahren schlug er einen Laufbahnwechsel an. Pickel-Taron wechselte in die Justizvollzugsanstalt für Frauen in Frankfurt. Als Beamter leitete er dort die Zentralküche und die Anstaltsmetzgerei. Seit Ende Juni 2025 ist er in Pension. Seine Zeit kann er voll und ganz seinem Amt widmen. Von 1970 bis 1980 war Pickel-Taron Mitglied des SV 1920 Groß-Karben. Zwei Jahre später lernte er seine jetzige Frau kennen, seit 1990 sind sie verheiratet. Die beiden haben zwei erwachsene Kinder, die in seinem Elternhaus wohnen.

