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Weitere Kita nötig – Geburtenzahlen und Zuzüge nehmen in Karben zu

Im Rathaus denkt man bereits jetzt über den weiteren Ausbau der Kindertagesstätten nach.

Karben. Mit dem Um- und Ausbau der vorhandenen Kindertagesstätten zur Schaffung von dringend benötigten Kleinkinderbetreuungsplätzen wegen des gesetzlichen Anspruchs der Eltern ab August ist man in Karben ans Ende der Fahnenstange gelangt. „Mehr geht nicht mehr. Deshalb müssen wir jetzt über einen weiteren Kita-Neubau nachdenken“, warnte Bürgermeister Guido Rahn (CDU) auf der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments.

Es seien zwar noch einige Um- und Ausbauten, beispielsweise bei den Kindergärten Zauberberg in Groß-Karben, Wirbelwind und Kinderhaus in Klein-Karben sowie Glückskinder in Kloppenheim geplant. Doch werde das immer noch nicht ausreichen, um dem Bedarf gerecht zu werden. Deshalb wird seitens der Verwaltung nach passenden Grundstücken gesucht, es werden die ersten Kostenschätzungen gemacht – und auch mit den ersten Vorentwürfen ist man bereits beschäftigt. Die Erfahrungen aus dem Kita-Neubau Märchenexpress, in dem die städtische Wohnbaugesellschaft rund eine Millionen Euro investiert hat, und die Erkenntnisse aus den Sanierungen, Umbauten und Ausbauten der bestehenden Kindergärten haben die deutlichen Vorteile einer nach den neuesten Erkenntnissen konzipierten Einrichtungen gezeigt, erläutert der Bürgermeister.

Zuschuss gesunken

Dies gelte neben der Größe der Gruppenräume vor allem für Sanitär, Küche, Personal- und Schlafräume. Ein zusätzlicher Neubau sei notwendig, weil Karben mit seinen Neubaugebieten weiterhin als bevorzugtes Zuzugsgebiet gelte, sagt Guido Rahn.

Auf Anfrage der CDU-Fraktion legte er noch einmal die Zahlen über die augenblickliche Förderung der Kita-Plätze offen. Wurde bis 2011 noch jedes Krippenkind pro Monat mit 75 Euro vom Bund, Land und Kreis bezuschusst, so fiel dieser Zuschuss auf nur noch 17,80 Euro pro Kind und Monat.

Verantwortlich ist dafür der Kreis, der seine Förderung für die Kleinkinderbetreuung nur noch auf Tagesmütter bezieht. „Ohne diese Kürzung durch den Wetteraukreis hätten wir auf jegliche Gebührenerhöhung verzichten können“, sagt Rahn.

Kritik von SPD

Die SPD rügt diese CDU-Anfrage. Ihrer Ansicht nach werde Wahlkampf betrieben. Denn die CDU wisse, dass dem Kreis, seit er unter dem finanziellen Schutzschirm der Landesregierung stehe, jede freiwillige Leistung verboten sei. (jwn)