
Karben. (pm) Im Zeichen der europäischen Partnerschaft und des kulturellen Austauschs fand kürzlich, vom 20. bis 23. März 2025, ein herzlicher Besuch einer Delegation aus Karben in der französischen Partnerstadt Saint-Égrève statt. Sieben Musiker der Stadtkapelle sowie Turgay Taskiran, Fachbereichsleiter »Soziales, Senioren, Jugend, Kultur und Sport« erlebten vier aufregende Tage mit einem abwechslungsreichen Programm im Zeichen des französischen Karnevals und trafen dabei auch auf Delegationen und Musiker aus Minsk-Mazowiecki in Polen und Leini in Italien.
Dass Gastfreundschaft eine französische Leidenschaft ist, erlebte die Karbener Reisegruppe bereits am ersten Tag. Nach der Ankunft am Flughafen und einem ersten Kennenlernen im Rathaus von Saint-Égrève standen ein Aperitif und ein gemeinsames Abendessen auf dem Programm. Anschließend erhielten die Gäste interessante Einblicke in die Geschichte und Architektur des Rathausgebäudes – der ideale Auftakt für ein Wochenende voller Begegnungen war geschaffen.
Am Freitag wurde die Musikschule L’Unisson besucht und die kulturellen Angebote der Stadt Saint-Égrève vorgestellt. Anschließend stand die Erkundung der Region im Mittelpunkt. Die Delegationen aus den verschiedenen Ländern unternahmen gemeinsam einen Ausflug in das Vercors-Gebirge, das bekannt für seine beeindruckenden Landschaften ist. Während einer geführten Wanderung konnten die Teilnehmer die Schönheit der Natur hautnah erleben.
Zur Stärkung konnte die Reisegruppe in der »Auberge des Clariants« eine Mahlzeit zu sich nehmen, ehe auch schon eine Besichtigung von Villars de lans, eine Gemeinde mit 4.365 Einwohnern, sowie der Besuch des Heimatmuseums, mit der Geschichte des polnischen Gymnasiums, auf dem Programm stand. Mit einer Darbietung der Musikkapellen am Kinderkarneval gab es an diesem Tag auch den ersten Auftritt der Stadtkapelle, ehe der Abend bei einem Abendessen in der Bastille von Grenoble mit Blick über die Stadt eine einzigartige Gelegenheit zum Austausch in festlicher Atmosphäre bot.
Der Samstag stand schließlich ganz im Zeichen des Karnevals. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Rathaus zogen die internationalen Musikgruppen durch die Straßen von Saint-Égrève. Die Stadtkapelle Karben und die polnische Blaskapelle sorgten mit ihren Auftritten am Karnevalsumzug sowie auf der offenen Bühne für mitreißende Stimmung.
Bei einem feierlichen Dinner am Abend bedankten sich die Delegationen für die Gastfreundlichkeit mit Geschenken. Turgay Taskiran, als Vertreter der Stadt Karben, übergab dem Bürgermeister der Stadt Saint-Égrève ein eingerahmtes Notenbild mit einer eigens für Saint-Égrève komponierten Melodie. Abgerundet wurde der Abend mit einem Maskenball, bei dem auch traditionelle Tänze von Künstlern aus der Elfenbeinküste gezeigt wurden. Der Höhepunkt war, als die Stadtkapelle Karben die für Saint-Égrève komponierte Melodie vorspielte, die mit viel Applaus gewürdigt wurde. Danach führte noch ein DJ durch das abendliche Programm und es wurde kräftig getanzt.
Am Sonntag traten die Delegationen wieder die Heimreise an – bereichert durch neue Freundschaften, kulturelle Eindrücke und die Gewissheit, dass die europäische Idee in Saint-Égrève lebendig ist. »Die Tage in Saint-Égrève haben einmal mehr gezeigt: Die Städtepartnerschaft zwischen Karben und Saint-Égrève ist weit mehr als ein offizielles Band – sie ist gelebte Freundschaft über Grenzen hinweg, getragen von Begegnungen, Musik und gemeinsamer Geschichte. Dieser Austausch ist ein starkes Zeichen für die Völkerverständigung und zeigt, wie wichtig persönliche Begegnungen für den Zusammenhalt Europas sind«, fasste Turgay Taskiran seine Eindrücke zusammen. Und auch die Stadtkapelle blickte glücklich und bereichert auf die musikalische Reise in die Partnerstadt zurück: »Es war eine einzigartige Erfahrung, gemeinsam mit den polnischen Musikern zu musizieren«, betonten Robert Koch und Susanne Galisch, Vorsitzende der Karbener Stadtkapelle, »dieser Moment symbolisierte für uns auf wunderbare Weise den europäischen Gedanken und die Kraft der kulturellen Integration. Musik verbindet Menschen über Grenzen hinweg und schafft ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, das wir in diesen Zeiten mehr denn je brauchen.«